Jippie, eine Auszeichnung, und dann auch noch eine der cooleren Art.
Weitergereicht wurde diese Ehre von der lieben Steffi.
Da ich ja der Überzeugung bin, dass jede Bloggerin auf meiner Blogroll so was von rockt, reiche ich den Button an alle Damen (sorry, Andi, Du musst diesmal draußen bleiben! ;o) ) weiter, die ihn noch nicht hatten - stellvertretend an
Jeder Umzug in meinem Leben war bei mir bisher im Vorfeld immer durch merkwürdiges Schlafverhalten geprägt. Eigentlich kein Wunder, schließlich bringt so ein Umzug eine Menge Stress und Veränderungen mit sich. Bei uns kamen zur neuen Wohnung immer noch neue Städte und neue Jobs hinzu, Grund genug, vielleicht nachts manchmal kein Auge zuzubekommen vor lauter Grübelei, ob denn alles so klappt wie man sich das vorstellt.
Diesmal bleibt, bis auf die Wohnung, mal alles beim Alten. Also eigentlich kein Grund zur Sorge. Mehr Schlaf scheint mir das allerdings auch nicht zu bringen: die letzte Nacht war ein einziges Hin- und Herwälzen, geträumt habe ich nur wüstes Zeug von Explosionen und Feuer (hätte ich einen Gasherd, die Küche bliebe heute kalt, echt) und um kurz nach 6 war ich hellwach. An meinem freien Samstag. Das ich unter der Woche nie pünktlich aus dem Bett komme, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Nach Frühstück war mir da noch gar nicht, und so hab' ich kurzer Hand einfach mal den Inhalt unserer 3 Bücherregale auf 9 Umzugskartons verteilt. Frustabbau sozusagen. Und der Blick auf die leeren Regale beruhigt meine Nerven, da vergesse ich einfach mal, dass 80% aller Sachen hier noch nicht mal ansatzweise verpackt sind.
Wie schwer darf wohl so ein Bücherkarton sein, damit man ihn noch in den 3. Stock tragen kann? Ich hoffe, es hebt sich niemand einen Bruch. Ich trage die ganz bestimmt nicht, es muss reichen, dass ich mir beim Karton falten die Fingernägel ruiniert habe.
Unser vierter Hochzeitstag also. Zwei Paare, die ich (mehr oder weniger flüchtig) kenne, und die im selben Jahr wie wir geheiratet haben, sind bereits wieder geschieden. Wir scheinen das, mit allen Höhen und auch Tiefen, irgendwie besser hinbekommen zu haben.
Es muss kein Candlelight-Dinner sein, es braucht keinen Schmuck, keine Wochenendreise oder andere teure Geschenke.
Sich an seinem Hochzeitstag abends in einer Sushi-Bar gegenüber sitzen, wie zwei Menschen auf einer kleinen Insel. Über Leute am Nachbartisch grinsen, und genau wissen, dass man gerade das Gleiche denkt - und dass es manchmal keiner Worte bedarf, um sich zu verstehen. Mit den Blicken den Leckereien auf dem Fließband folgen, und dabei immer wieder an diesen Augen hängen bleiben, in denen ich mich noch immer so verlieren kann wie am Anfang. Das alles macht es aus.
Mit allen Höhen. Mit allen Tiefen. Aber immer noch unbeschreiblich schön.
Beim Ausräumen der Glückwunschkarten, die ich nach unserer Hochzeit aufbewahrt habe, hab ich noch eine Karte mit 10 Euro drin gefunden. Wohl ein kleines, vorzeitiges Geschenk zu unserem 4. Hochzeitstag am Dienstag?
Ich geh mal weiter räumen, vielleicht werde ich ja noch richtig reich.
So langsam geht es los mit dem Umzugsstress.
In die neue Wohnung können wir noch nicht rein, da wohnen zur Zeit noch unsere Vormieter und es gibt leider keine Anzeichen dafür, dass diese vielleicht verfrüht das Weite suchen möchten. Aber auch so gibt es ja genug zu tun - aufräumen, ausmisten, einpacken...für mich immer wieder die Pest.
Es ist schon erstaunlich, was sich in nur 2 1/2 Jahren alles ansammeln kann, zum Glück habe ich den Sperrmüll für Ende September schon bestellt. Als ich die Karte ausfüllte, dachte ich noch "lohnt sich eigentlich gar nicht", aber inzwischen sehe ich das ein bisschen anders - schließlich haben wir schon den Keller und die Abstellkammer ausgemistet und dabei so manches ans Tageslicht geholt, was längst als verloren galt.
Die goldene Regel der Umzugsvorbereitung: zieht man irgendetwas aus Schrank / Abstellraum / Keller, und sagt "Boah, ich wusste gar nicht das wir das noch haben!", dann gehört es sofort aussortiert. Gnadenlos. Klappt wider Erwarten ganz gut!
Schwieriger ist es, unserem jetzigen Vermieter das von uns verlegte Laminat zum Verkauf anzubieten. Der GöGa putze und polierte den Fußboden stundenlang auf Hochglanz, nur damit der werte Herr zum vereinbarten Begutachtungstermin nicht auftauchte. Ich hätte das gerne Mal erledigt, umsonst lasse ich das Zeug bestimmt nicht hier.
Wenn's doch nur schon Ende September wäre.
Bei
Frau Gröner gibt's ja immer den einen oder anderen guten Tipp (
das hier zum Beispiel finde ich immer noch köstlich). Aber dass sie mich plötzlich frankophil stimmt, hätte ich nun wirklich nicht erwartet.
Da wehre ich mich in der Schule vier Jahre mit schlechten Noten gegen den Französisch-Unterricht, spreche in Paris verzweifelt nur Englisch, widerstehe Croissants und Louis de Funès - und dann reicht ein einziges französisches Lied für einen Dauerohrwurm und zwei Stunden YouTube-Nachforschungen über eine französische Band. Mon dieu. Next Step: Französisch-Auffrischungskurs an der Volkshochschule.
Gehört wohl in eine neue Kategorie. "Blogger helfen Bloggern", oder so.
Man hat wohl zu oft CSI gesehen, wenn der Anblick von Blutlachen auf dem Apotheken-Fußboden sofort den Reflex zur Beweissicherung auslöst.
Dem Ganzen lag allerdings, völlig unspannend, kein Verbrechen zu Grunde, sondern bei einem Kunden hatte der Chirugen-Faden nicht so ganz gehalten.
Ruckedigu, Blut ist im Schuh, oder so.